Die kleine Katze springt vom Zaun. Bei Dunkelheit sieht der Garten ganz anders aus alks bei Tag, richtig geheimnisvoll. Milli singt im Mondlicht, zählt die Sterne und jagt Schatten. Dann ist sie müde.
Sie schlüpft durch die Katzenklappe ins Haus. Hier ist es schön warm. Und still. Die Kinder schlafen schon, die Eltern sitzen im Wohnzimmer und lesen. Milli hüpft auf das Sofa und kuschelt sich bei der Mutter auf den Schoß. Wie gemütlich ist es da! Die kleine Katze schnurrt, die Mutter krault ihr den Kopf. Das könnte ewig so weitergehen, aber nach einer Weile schiebt die Mutter das Kätzchen sanft zur Seite und steht auf. "Gute Nacht, schlaf gut!" Milli rollt sich zusammen und macht die Augen zu. Sie ist ja so müde! Einschlafen kann sie trotzdem nicht. "Ich möchte nicht allein schlafen", denkt sie.
Sie tappt ins Schlafzimmer und springt aufs Bett. Die Mutter schläft. Schnurrend drängt sich die kleine Katze gegen ihr Gesicht. "Was ist los?" murmelt die Mutter verschlafen. "Miau", macht Milli. "kätzchen! Es ist mitten in der Nacht, leg' Dich ans Fußende und schlaft!" Milli ist kaum eingenickt, als ein komisches Geräusch sie wieder weckt. Jemand sägt ganz laut! Das Geräusch kommt vom Vater. Die Mutter bewegt sich. Sie rüttelt den Vater am Arm. "Du schnarchst!" Der Vater murmelt irgendetwas, wälzt sich herum und schläft weiter. Jetzt ist es wieder ganz still. Milli gähnt. Sie will wieder die Augen zumachen, da bewegt sich etwas unter der Decke. Ein Maus? Im Bett? Das geht ja überhaupt nicht. Die kleine Katze lauert mit zusammengekniffenen Augen und springt mit einem großen Satz auf die Maus. "Auaaaa!" Jetzt sitzt der Vater im Bett. "Mein Zeh!" Die kleine Katze gähnt. Son kann sie unmöglich schlafen. Es ist viel zu laut, keiner krault ihr den Kopf, und dann sind auch noch Mäuse im Bett. Sie steht auf und wandert durchs Haus. Die Tür zum Kinderzimmer ist offen. Durch einen kleinen Spalt im Vorhang zeichnet das Mondlicht einen schimmernden Pfad auf dem Teppich, von der Tür zum Bett. "Der liebe Mond zeigt mir, wo ich schlafen kann", freut sich Milli. Sie klettert vorsichtig in nDavids Bett. Hoffentlich gibt es hier keine Mäuse. Unter Davids Decke bewegt sich nichts, hier wird auch nicht gesägt. Aber das Bett ist voll. Neben David schlafen seine vielen Stofftiere. Milli schubst den Löwen ein bisschen nach links, den Eisbären ein Stück nach rechts undzwängt sich in die Mitte. "Wehe, Du schnarchst", sagt sie zum Eisbären. Und zum Löwen: "Wenn ein Maus auftaucht, mußt Du sie fangen." Milli schließt die müden Augen. Endlich kann sie schlafen und träumen! Un morgen Früh krault David ihr bestimmt den Kopf.




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